// Vorschau / Kriegszeit. Künstlerflugblätter / 28.9.2024 – 2.2.2025 //

// Vorschau / Kriegszeit. Künstlerflugblätter / 28.9.2024 – 2.2.2025 //

Eröggnung: Fr, 27.9.2024 l 19 Uhr

Anlässlich des 110. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges präsentiert die Kabinettausstellung Lithographien namhafter Künstler aus der Serie Kriegszeit. Künstlerflugblätter.

Mit Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 erfasste die deutsche Bevölkerung eine allgemeine Kriegseuphorie: Parteien und Presse stellten sich unter dem sogenannten „Burgfrieden“ geschlossen hinter Kaiser und Konflikt – auch die Künstler um den Verleger und Galeristen Paul Cassirer und die Berliner Secession wurden von dieser Begeisterung erfasst.

Sonst eher systemkritisch ausgerichtet, veröffentlichte Cassirer ab 1914 das Flugblatt Kriegszeit. Bekannte deutsche Künstler wie Max Beckmann, August Gaul, Käthe Kollwitz, Max Liebermann oder Max Slevogt stellten hierfür Werke zur Verfügung. Anfänglich spiegelten diese die Kriegsbegeisterung und den übersteigerten Patriotismus des wilhelminischen Kaiserreiches wider. Jedoch wich beides rasch angesichts des grausamen Kriegsgeschehens, dessen Schilderung allmählich Einzug in die Flugblätter hielt. Nachdem Cassirer und eine Vielzahl der Künstler selbst die Schrecken des Krieges erlebt hatten – ob direkt an der Front, in Funktion als „Kriegsmaler“ oder beim Dienst im Hinterland, wurde die Kriegszeit 1916 eingestellt.

Die Ausstellung zeigt die motivische Vielfalt dieser Flugblätter, die sowohl die Darstellung von Kriegsschauplätzen und Kampfszenen als auch Porträts populärer deutscher Heerführer sowie Karikaturen und allegorische Verschlüsselungen der Kriegsparteien umfasst. Darin offenbart sich ein einzigartiger Blick auf die allgemeine Stimmung während der ersten Kriegsjahre in Deutschland.

In Kooperation mit der Sammlung Framhein

 

1 l Kriegszeit. Künstlerflugblätter l Ausgabe vom 31.8.1914 l Otto Hettner, Die erste Fahne l Repro: MRM