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Ausstellungsdauer: 18. März bis 1. Mai · Eröffnung: Freitag, 17. März, 19.00 Uhr

Johann Georg Müller (1913-1986) Retrospektive des malerischen Werks

Ich kann doch nur malen, was ich sehe

Johann Georg Müller (1913-1986) gilt als eine der bemerkenswertesten Künstlerpersönlichkeiten der Kunstszene Rheinland-Pfalz.
Er beteiligte sich an den Ausstellungen der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein (AKM) in Koblenz ebenso wie an denen der Pfälzischen Sezession und der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler (APK) im Süden des Bundeslandes.
Zahlreiche Auszeichnungen wurden Müller zuteil, so 1985 der erste Kulturpreis der Stadt Koblenz.
Mehr als fünf Jahre ist es her, dass das Mittelrhein-Museum das Ausstellungsjahr 2000 mit einer Johann Georg Müller-Ausstellung ausklingen ließ. Die Gemälde des Pfälzers, der 1950 als einer der ersten Astersteinstipendiaten nach Koblenz kam, erzielten bereits damals steigende Preise auf dem internationalen Kunstmarkt. Ein Grund mehr, dem Verbleib des umfangreichen Werkes nachzuspüren, seine besonderen Qualitäten zu entdecken und die Arbeiten systematisch zu erfassen. Mit dem Verzeichnis der Malerei und Druckgraphik liegt nun der erste Band des Werkverzeichnisses Johann Georg -Müller vor. Aus diesem Anlass widmet das Mittelrhein-Museum Müller eine erneute Retrospektive. Anders als vor fünf Jahren konnte diesmal eine Auswahl der Exponate vorgenommen werden, die auf der nahezu vollständigen Kenntnis des Werkes von Johann Georg Müller basiert.
Die Ausstellung lässt erstmals sein gesamtes malerisches Schaffen Revue passieren, ergänzt durch Aquarelle und bisher kaum bekannte Druckgraphiken der Nachkriegszeit. Ein dokumentarischer Teil mit -Fotografien, Plakaten, Katalogen und Dokumenten zu Müller und der Koblenzer Kunstszene in den 1950er und 60er Jahren rundet die Ausstellung ab.

Das Werk

Ab 1950, als die Mehrzahl seiner Kollegen einen gemäßigten Expressionismus pflegte oder sich gerade behutsam an das Informel herantastete, stellte Müller die Schwere der menschlichen Figur in den Vordergrund, konstruierte windschiefe Bildräume mit kantigen Gegenständen. Schon bald integrierte der Künstler, der durch die Neue Sachlichkeit geprägt wurde, kubistische Stilmittel in sein Werk.
Als Holzschneider gab er sich ebenfalls kantig, -experimentierte mit dem Medium und offenbarte einen speziellen Humor. Seine Radierungen zeigen den sicheren Zeichner, der sich bewusst mit dem großen Vorbild Picasso misst.
In den 1960er Jahren vollzog er eine Stilwende und schuf den -dynamischen, auf Pflanzenformen fußenden Stil, der für seine Malerei fortan typisch werden sollte. Seine anfänglichen Bildthemen - die Figur, das Stilleben, das Intérieur, später ergänzt um die Maschinen und Pflanzen - behielt Müller stets bei

Der Katalog

Das reich bebilderte Verzeichnis der Malerei und Druckgraphik, herausgegeben von Werner Scholzen, geordnet und kommentiert von Urs Roeber, Düsseldorf: Droste Verlag GmbH 2006, erscheint zur Ausstellung im Mittelrhein-Museum in einer speziellen Museumsausgabe
© 2006 für die Werke von Johann Georg Müller: Werner Scholzen, Hilden
Alle abgebildeten Werke in Privatbesitz

Mittelrhein-Museum Koblenz · Florinsmarkt 15-17 · 56068 Koblenz
Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 10.30 bis 17.00 Uhr
Sonn- und Feiertage von 11.00 bis 18.00 Uhr · Karfreitag und Ostermontag geschlossen
J.G Müller: Vision Kreta
J.G Müller: Paar
J.G Müller: Pflanzen am Meer
Manfred Stiebel: J.G Müller im Atelier
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