Mut zur Freiheit: Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin

Laufzeit:        23.06. – 01.10.2017

Eröffnung:    Donnerstag, 22.06.2017, 19 Uhr

 

Wie die Retrospektiven zu den 100. Geburtstagen von K. O. Götz und Bernard Schultze gezeigt haben, erfährt die Kunst des Informel ein neues und starkes Interesse von Seiten der Forschung und des Publikums. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entstand diese Kunst in Frankreich und wurde in Deutschland alsbald aufgenommen. Die gegenständliche Malerei schien durch die gelenkte Kulturpolitik im Nationalsozialimus auf der einen und den vorgeschriebenen sozialistischen Realismus auf der anderen Seite historisch belastet zu sein. Dagegen schien die Loslösung der reinen malerischen Geste vom Gegenstand auch eine existentielle Befreiung zu verprechen. Im Mittelrhein-Museum wird dieser Richtung der Nachkriegskunst durch den K.O. Götz und Rissa Raum ein wichtiger Platz eingeräumt. An diesen Teil der Dauerausstellung knüpft die Präsentation der Sammlung von Anna und Dieter Grässlin an, die zu den bedeutendsten Privatsammlungen ihrer Art zählt. Erstmals wird der gesamte Bestand im Zusammenhang ausgestellt. Die große Bandbreite und Qualität der Werke bietet einen vertiefenden Zugang zur informellen Kunst. Die Ausstellung zeigt Werke von zwölf Künstlern von den 1940er bis zu den 1970er Jahren sowie die verschiedendsten Techniken, Materialien und Formate. Vertreten sind Künstler wie Peter Brüning, Carl Buchheister, K.F. Dahmen, K.O. Götz, Gerhard Hoehme, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Fred Thieler und Wols.