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Bildnisbüste der Sängerin Henriette Sontag, 1827 Henriette Sontag gehörte zu den gefeiertsten Sängerinnen ihrer Zeit. Sie wurde in Koblenz geboren, erhielt ihre Ausbildung in Prag und trat danach in allen europäischeh Großstädten auf. Der Berliner Bildhauer Wichmann modellierte das Portrait der damals einundzwanzigjährigen Sängerin vermutlich kurz vor ihrem Gastspiel an der Pariser Oper.
Turmbau zu Babel, 1595 In virtuoser Feinmalerei zeigt der Künstler das emsige, aber letztlich vergebliche Bemühen von ungezählten Arbeitern, das Bauwerk zu vollenden, während im Vordergrund sich der Architekt kniefällig vor dem Auftraggeber für die Folgen der Sprachverwirung zu rechtfertigen scheint. Das bei niederländischen Künstlern dieser Zeit häufig vorkommende Motiv gilt als Mahnung der im Freiheitskampf stehenden Niederlande an die spanische Fremdherrschaft und deren Überheblichkeit.
Merkur in der Werkstatt des Bildhauers, 1777 Der kurtrierische Hofmaler Januarius Zick schildert in der Stimmung des bürgerlichen Rokoko Äsops Fabel vom eingebildeten Götterboten, der im Atelier des Bildhauers nach dem Wert seiner Statue fragt und erfahren muß, wie blamabel gering seine Bedeutung eingeschätzt wird. Die Enttäuschung steht ihm ins Gesicht geschrieben.
Der blinde Belisar sucht mit seinem Begleiter vor einem Unwetter Schutz in einer Grotte, 1807 Als ein Gleichnis für die Seelengröße des zu Unrecht Gedemütigten darf dieses Gemälde angesehen werden, das der in Bacharach am Rhein geborene Maler Kügelgen zusammen mit dem Bild »David spielt Harfe vor Saul« (Dresden) ein Jahr nach Napolens Einzug in Dresden gemalt hat. Kügelgen, ein enger Freund von Caspar David Friedrich, gehörte patriotischen Kreisen an und nahm mit seiner Kunst zu den Ereignissen der Zeit Stellung. In klarer Komposition und leuchtendem Kolorit stellt das Gemälde des in Rom und Paris geschulten, von Raffael beeindruckten Malers ein Beispiel dar für eine Kunst am Übergang vom Klassizismus zur Romantik.
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