Deutsch lernen im Museum

Die Arbeit mit Flüchtlingen ist gerade in den letzten Monaten immer wichtiger geworden. In Koblenz leben zur Zeit  über 1500 Flüchtlinge in verschiedenen Erstaufnahmeunterkünften, teilweise auch schon in Koblenzer Wohnungen. Um sich in ihrer neuen Heimat integrieren zu können, müssen sie schnellst möglich die deutsche Sprache erlernen. Allerdings kann für so viele Neuankömmlinge der Bedarf an Deutschkursen nicht gedeckt werden.

Das Projekt „Deutsch lernen im Museum“ hat sich als Ziel gesetzt, Migranten die fremde Sprache ihrer neuen Heimat spielerisch zu vermitteln. Die Dauerausstellung des Mittelrhein-Museums dient mit seinen etwa 500 Exponaten als Lernort in dem sie dabei auch viele Aspekte der deutschen Kultur kennenlernen.

Die Besonderheit des Projektes besteht darin, dass kein Frontalunterricht wie in der Schule oder in den klassischen Deutschkursen stattfindet, sondern ein lockerer Austausch in Mitten der Dauerausstellung des Mittelrhein-Museums. Zusätzlich wird zum theoretischen Lernanteil auch ein praktischer Teil angeboten . Die Projektteilnehmer lernen so nicht nur neue Worte aus den Bildern kennen, sondern können auch selbst kreativ werden und das Gelernte in ihren eigenen Bildern verarbeiten. Das hat den Vorteil, dass mit Hilfe der Bildsprache und der Inhalte der Bilder, die deutsche Sprache einfacher und schneller erklärt und erlernt werden kann. Durch die regelmäßigen Treffen können die Projektteilnehmer außerdem Schritt für Schritt integriert werden. Regelmäßigkeit schafft nicht nur Struktur sondern auch Vertrauen. Dieses Vertrauen ist eine wichtige Basis für das Leben in einer neuen Umgebung.

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